Krankmeldung

Bitte beachten Sie: Dieses Formular dient ausschließlich zur Krankmeldung und ersetzt lediglich die telefonische Meldung im Sekretariat. Denken Sie daher bitte weiterhin an die schriftliche Entschuldigung, sobald Ihr Kind / Sie die Schule wieder besucht / besuchen.

Für Beurlaubungen wegen planbarer Fehlzeiten (wie Arztterminen, Kommunion, Zuckerfest etc.) wenden Sie sich bitte mindestens eine Woche vor dem Termin schriftlich an die Klassenleitung.

Name der Schülerin / des Schülers

Gesellschafts­wissenschaften

Was macht eigentlich der Bundestag? Was ist genau das BIP? Und was können wir heute noch von den Römern lernen? All diese Fragen und noch viel mehr beantwortet der Unterricht in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern.

Erdkunde

Erdkunde ist ein vielseitiges Fach, das Natur- und Gesellschaftswissenschaften verbindet. Es hilft, globale Zusammenhänge zu verstehen und aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel oder Globalisierung einzuordnen. 

Sekundarstufe I 

  • Jahrgangsstufen 5, 7, 9: jeweils 2 Wochenstunden 
  • Jahrgangsstufe 8 (3-stündig) 
  • Differenzierungsbereich: Jahrgangsstufe 9 (2-stündig) 

Sekundarstufe II 

  • EF: Grundkurs (3-stündig) 
  • Q1/Q2: Grundkurs oder Leistungskurs (5-stündig): Wahl als schriftliches oder mündliches Abiturfach möglich 

Besonderheiten des Faches 

Erdkunde ist ein sogenanntes Brückenfach

  • verbindet Naturraum (Klima, Landschaften) und menschliches Handeln 
  • betrachtet Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Gesellschaft 
  • nutzt moderne Medien (Smartboard, digitale Karten, Geo-Software)

Zentrale Themen 

  • Nachhaltigkeit und Umweltschutz 
  • Globalisierung und ihre Folgen 
  • Ungleichheiten weltweit 
  • Interkulturelles Verständnis 

Leitfragen sind z. B.: 

  • Wie beeinflusst mein Handeln die Umwelt? 
  • Welche Folgen hat Globalisierung für verschiedene Regionen? 

Inhalte nach Jahrgangsstufen 

Jahrgangsstufe 5 

  • Orientierung auf der Erde 
  • Leben in Stadt und Land 
  • Grundlagen zu Landwirtschaft und Tourismus 

Jahrgangsstufe 7 

  • Landschaftszonen der Erde 
  • Klima, Naturereignisse (z. B. Erdbeben, Vulkanismus) 
  • Leben und Wirtschaften unter verschiedenen Bedingungen 

Jahrgangsstufe 9 

  • Bevölkerungsentwicklung 
  • Globalisierung und wirtschaftlicher Wandel 
  • Gefährdung von Lebensräumen (z. B. Klimawandel) 

Jahrgangsstufen EF bis Q2 

  • wissenschaftspropädeutisches Arbeiten 
  • Themen wie Energie, Stadtentwicklung, Demographie, Tourismus 
  • Analyse globaler und regionaler Raumprozesse 
  • Exkursionen (z. B. ins Ruhrgebiet) 

Leistungsbewertung 

Sekundarstufe I 

  • keine Klassenarbeiten (außer im Differenzierungsbereich) 
  • Bewertung über Mitarbeit, Präsentationen, Tests 

Sekundarstufe II 

  • Klausuren (je nach Kursart) 
  • zusätzlich Bewertung der sonstigen Mitarbeit 

Für wen ist Erdkunde geeignet? 

Für Schülerinnen und Schüler, die: 

  • Interesse an globalen Themen haben 
  • Zusammenhänge analysieren und bewerten möchten 
  • gerne diskutieren und im Team arbeiten 

Ziel des Faches 

Erdkunde vermittelt Kompetenzen, um die Welt zu verstehen und verantwortungsbewusst mitzugestalten. 

Erziehungswissenschaften (Pädagogik)

Das Fach Erziehungswissenschaft beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen erzogen werden und wie sich Persönlichkeit entwickelt. Es verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Fragestellungen aus dem Alltag.

Angebot am Gymnasium Baesweiler 

  • Einführungsphase (EF): Grundkurs (3-stündig)
  • Qualifikationsphase (Q1/Q2): Grundkurs (3-stündig) und Leistungskurs (5-stündig)

Inhalte und Ziele 

Im Mittelpunkt steht die Leitfrage: „Wie kann Erziehung die Entwicklung eines Menschen fördern?! 

Der Unterricht vermittelt: 

  • Grundlagen pädagogischer Theorien 
  • Analyse von Erziehungssituationen 
  • Reflexion eigener Erfahrungen 
  • Entwicklung von Urteils- und Handlungskompetenz 

Arbeitsweise im Unterricht 

Es wird mit vielfältigen Materialien gearbeitet: 

  • Texte und wissenschaftliche Modelle 
  • Fallbeispiele aus dem Alltag 
  • Filme, Medien und Karikaturen 
  • Statistiken und Experimente

Eigene Erfahrungen und Diskussionen spielen eine wichtige Rolle. 

Klausuren 

In Klausuren werden: 

  • pädagogische Texte oder Probleme analysiert 
  • Fachbegriffe angewendet 
  • eigene Bewertungen und Lösungsansätze entwickelt 

Für wen ist das Fach geeignet? 

Das Fach ist besonders geeignet für Schülerinnen und Schüler, die: 

  • Interesse am Umgang mit Menschen haben 
  • gerne lesen, analysieren und diskutieren 
  • sich mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen 

Bedeutung für die persönliche Entwicklung 

Der Unterricht hilft, 

  • sich selbst und andere besser zu verstehen 
  • reflektiert mit Erziehungssituationen umzugehen 
  • soziale und kommunikative Kompetenzen zu stärken 

Erziehungswissenschaft vermittelt damit wichtige Fähigkeiten für Studium, Beruf und Alltag. 

Geschichte

Das Fach Geschichte wird in der Sekundarstufe I in den Jahrgangsstufen 6, 8, 9 und 10 unterrichtet. Es verbindet das Lernen von Grundlagenwissen mit der Entwicklung von Denk- und Urteilsfähigkeit. Ziel ist es, historische Zusammenhänge zu verstehen und ihre Bedeutung für unsere heutige Lebenswelt zu reflektieren. 

Geschichte begegnet uns täglich – in Bauwerken, Medien, Erzählungen oder kulturellen Darstellungen. Diese sogenannte „Geschichtskultur“ prägt unser Geschichtsbewusstsein. Im Unterricht lernen die Schüler: innen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und historische Darstellungen kritisch zu hinterfragen (Multiperspektivität und Kontroversität). 

Ziele des Faches 

Der Geschichtsunterricht fördert: 

  • Orientierungs- und Weltwissen 
  • kritisches Denken und Urteilsfähigkeit
  • Verständnis für gesellschaftliche Entwicklungen
  • Persönlichkeitsbildung und Identitätsentwicklung

Sekundarstufe I 

Jahrgangsstufe 6 

  • Frühgeschichte und Antike (Steinzeit, Ägypten, Griechenland, Rom) 
  • erste Einblicke in Staat, Gesellschaft und Demokratie 
  • Übergang zum Mittelalter 

Jahrgangsstufe 8 

  • Vom Mittelalter zur Neuzeit
  • Erfindungen und Entdeckungen (z. B. Buchdruck, Amerika)
  • Reformation und Französische Revolution
  • Entwicklung Deutschlands bis zum Kaiserreich

Jahrgangsstufe 9/10 

  • Zeitgeschichte (ab dem Ersten Weltkrieg) 
  • Weimarer Republik und Nationalsozialismus 
  • Deutschland nach 1945 und Wiedervereinigung 
  • internationale Entwicklungen (Kalter Krieg, Europa, Globalisierung) 

Besondere Elemente: 

  • Arbeit mit historischen Quellen 
  • mögliche Zeitzeugenbefragungen 
  • Exkursionen (z. B. nach Weimar/Buchenwald) 

Sekundarstufe II 

In der Oberstufe werden Kenntnisse vertieft und stärker wissenschaftsorientiert erarbeitet. Der Unterricht ist problem- und aspektorientiert und bereitet auf das Zentralabitur vor. 

Einführungsphase (EF) 

  • Fremd- und Selbstbilder in der Geschichte 
  • Begegnung von Kulturen (z. B. Christentum und Islam) 
  • Entwicklung der Menschenrechte 

Qualifikationsphase (Q1/Q2) 

Zentrale Inhaltsfelder: 

  • Industriegesellschaft: Fortschritt und Krise 
  • Nationalsozialismus 
  • Nationalismus und deutsche Identität 
  • Friedensordnungen in der Moderne 

Unser Anliegen 

Der Geschichtsunterricht am Gymnasium Baesweiler befähigt Schülerinnen und Schüler, Vergangenheit zu verstehen, Gegenwart zu reflektieren und Zukunft verantwortungsvoll mitzugestalten. 

Philosophie

Das Fach Philosophie setzt in der EF neu ein und baut insofern auf keinerlei inhaltlichen Voraussetzungen der Mittelstufe auf. Der Kurs beginnt da, wo der/die Philosophie-Schüler/in am Anfang steht, nämlich sozusagen bei Null. Das ist ein gewisser Vorteil, denn niemand riskiert etwas.  

Im Philosophiekurs kann jeder sagen, was er denkt, wenn er denn denkt! Ohne Denken geht´s allerdings nicht. Und Achtung: Dies ist kein Debattierklub für Vielredner. Im Philosophiekurs geht es um klares Denken und korrektes Argumentieren – was man lernen muss – und nicht zuletzt um exakte Textarbeit, denn auch andere haben sich schon ihre Gedanken zu mancherlei Problemen gemacht. Das philosophische Geschäft ist nach allem nicht das Erlernen und Auswendiglernen vorgegebener Ergebnisse und Antworten. Es vollzieht sich vielmehr in der Auseinandersetzung, in Dialog und Diskussion. 

Und so denken wir uns Philosophieunterricht: Es sollen Fragen, Begriffe und Überzeugungen aus philosophischen Texten gemeinsam herausgearbeitet und diskutiert werden, die sich mit den wesentlichen Themen der Menschheit beschäftigen. Ziel des Philosophieunterrichts ist unter anderem die Ausbildung der Reflexionsfähigkeit, die jeden dazu befähigen soll, sich kritisch mit sich und der Welt auseinanderzusetzen. 

Inhalte des Philosophieunterrichts: 

EF: Einführung in die Philosophie 

  • Was ist Philosophie/ Philosophieren? 
  • Was ist der Mensch? – Einf. in die Anthropologie 
  • Was soll ich tun? – Einf. in die Ethik und Rechtsphilosophie 
  • Was kann ich wissen? – Einf. in die Erkenntnistheorie 
  • Was darf ich hoffen?  –  Einf. in die Metaphysik 

Q1.1: Das Selbstverständnis des Menschen „Was ist der Mensch?“ 

  • Anthropologie 
  • Der Mensch als Natur- und Kulturwesen 
  • Das Verhältnis von Leib und Seele 
  • Der Mensch als freies und selbstbestimmtes Wesen

Q1.2 Werte und Normen des Handelns „Was soll ich tun?“ 

  • Ethik
  • Grundsätze eines gelingenden Lebens 
  • Nützlichkeit und Pflicht als ethische Prinzipien 
  • Verantwortung in ethischen Anwendungskontexten 

Q2.1 Zusammenleben in Staat und Gesellschaft 

  • Staatsphilosophie 
  • Gemeinschaft als Prinzip staatsphilosophischer Legitimation 
  • Individualinteresse und Gesellschaftsvertrag als Prinzip staatsphilosophischer Legitimation 
  • Konzepte von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit 

Q2.2 Geltungsansprüche der Wissenschaften „Was kann ich wissen?“ 

  • Erkenntnistheorie 
  • Erkenntnistheoretische Grundlagen der Wissenschaften 
  • Der Anspruch der Naturwissenschaften auf Objektivität 

Praktische Philosophie

Das Fach Praktische Philosophie wird als Alternative zum Religionsunterricht in der Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 10) angeboten. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die sich mit grundlegenden Fragen des menschlichen Lebens, des Zusammenlebens und der eigenen Orientierung auseinandersetzen möchten – unabhängig von religiösen Bindungen. 

Im Mittelpunkt stehen zentrale Fragen des Menschseins, wie zum Beispiel: 

  • Was ist ein gutes und gerechtes Leben? 
  • Was bedeutet Freundschaft, Freiheit oder Verantwortung? 
  • Wie sollen wir miteinander umgehen – in der Schule, in der Gesellschaft, weltweit? 
  • Welche Werte sind für mich persönlich wichtig? 

Die Schüler: innen lernen, über solche Fragen nachzudenken, zu diskutieren und eigene begründete Standpunkte zu entwickeln. 

Inhalte  

Der Unterricht ist thematisch vielfältig und lebensnah gestaltet. Zu den zentralen Inhaltsbereichen gehören: 

  • Die Frage nach dem Selbst (z. B. Identität, Gefühle, Stärken und Schwächen) 
  • Zusammenleben in Gemeinschaften(z. B. Regeln, Konflikte, Toleranz, Respekt) 
  • Werte und Normen (z. B. Gerechtigkeit, Verantwortung, Moral) 
  • Weltbilder und Lebensvorstellungen (z. B. unterschiedliche Kulturen, Religionen und Denkweisen) 
  • Umgang mit Natur und Technik (z. B. Umweltbewusstsein, Digitalisierung, Zukunftsfragen) 

Ziele des Faches 

Praktische Philosophie verfolgt das Ziel, die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und wichtige Kompetenzen für das Leben zu vermitteln: 

  • Urteilsfähigkeit entwickeln: Eigene Meinungen bilden und begründen lernen 
  • Dialogfähigkeit stärken: Anderen zuhören, unterschiedliche Perspektiven respektieren 
  • Selbstreflexion fördern: Über sich selbst und das eigene Handeln nachdenken 
  • Verantwortungsbewusstsein aufbauen: Für sich selbst, andere und die Umwelt 
  • Toleranz und Offenheit entwickeln: Vielfalt als Bereicherung erkennen 

Arbeitsweisen 

Der Unterricht ist dialogorientiert und abwechslungsreich gestaltet. Typische Methoden sind: 

  • Gespräche und Diskussionen 
  • Rollenspiele und Fallbeispiele 
  • Gruppenarbeiten und Projekte 
  • kreative Aufgaben (z. B. Schreiben, Gestalten) 

Dabei steht immer das gemeinsame Nachdenken und der respektvolle Austausch im Vordergrund. 

Für wen ist Praktische Philosophie geeignet? 

Das Fach richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler, die: 

  • Interesse an grundlegenden Lebensfragen haben 
  • gerne diskutieren und argumentieren 
  • offen für unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen sind 

Praktische Philosophie bietet einen Raum, in dem Denken, Fragen und Mitgestalten ausdrücklich erwünscht sind. 

Religion

Der Religionsunterricht ist ein fester Bestandteil des Bildungsangebots an unserem Gymnasium und wird in der Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 10) unterrichtet. Er lädt Schülerinnen und Schüler dazu ein, sich mit Fragen nach Gott, dem Menschen und der Welt auseinanderzusetzen und Orientierung für das eigene Leben zu finden. 

Worum geht es im Religionsunterricht? 

Im Religionsunterricht beschäftigen sich die Schüler: innen  mit grundlegenden Fragen des Glaubens und Lebens, wie zum Beispiel: 

  • Gibt es Gott – und welche Vorstellungen gibt es von ihm?
  • Welche Bedeutung haben Religion und Glaube im Alltag?
  • Was gibt dem Leben Sinn und Halt?
  • Wie können Menschen verantwortungsvoll miteinander umgehen?

Der Unterricht bietet Raum, eigene Fragen zu stellen, unterschiedliche Positionen kennenzulernen und darüber ins Gespräch zu kommen. 

Inhalte  

Die Themen orientieren sich an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und an zentralen Inhalten des christlichen Glaubens. Dazu gehören unter anderem: 

  • Die Bibel entdecken (z. B. Geschichten, Gleichnisse, ihre Bedeutung damals und heute)
  • Glaube und Leben (z. B. Vertrauen, Zweifel, Hoffnung, Angst)
  • Jesus Christus und seine Botschaft (z. B. Leben, Wirken und Bedeutung Jesu)
  • Kirche und Gemeinschaft (z. B. Formen gelebten Glaubens, Feste, Rituale)
  • Andere Religionen und Weltanschauungen (z. B. Judentum, Islam, interreligiöser Dialog)
  • Ethische Fragen (z. B. Gerechtigkeit, Frieden, Verantwortung für Mensch und Umwelt)

Ziele des Faches 

Der Religionsunterricht fördert die persönliche und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Wichtige Ziele sind: 

  • Orientierung geben: Sich mit Sinn- und Wertfragen auseinandersetzen
  • Religiöse Bildung erwerben: Zentrale Inhalte des christlichen Glaubens kennenlernen
  • Urteilsfähigkeit stärken: Eigene Positionen entwickeln und reflektieren
  • Dialogfähigkeit fördern: Respektvoll mit unterschiedlichen Glaubensüberzeugungen umgehen
  • Verantwortungsbewusstsein entwickeln: Für sich selbst, andere und die Gesellschaft 

Arbeitsweisen 

Der Religionsunterricht ist vielfältig und schülerorientiert gestaltet. Typische Methoden sind: 

  • Gespräche und Diskussionen 
  • Arbeit mit biblischen Texten und anderen Quellen 
  • kreative Aufgaben (z. B. Schreiben, Gestalten, Szenisches Spiel) 
  • Projekte und Gruppenarbeiten 

Ziel ist es, einen Unterricht zu gestalten, der zum Mitdenken, Mitreden und Mitgestalten anregt. Unterschiedliche Sichtweisen sind ausdrücklich willkommen und bereichern den Unterricht. 

Wirtschaft-Politik / Sozialwissenschaften

Das Fach Wirtschaft-Politik wird in der Sekundarstufe I in den Jahrgangstufen 5, 7, 8 und 10 jeweils zweistündig unterrichtet und soll als Schulfach die ökonomische Bildung als Bestandteil der Allgemeinbildung stärken.  

Ziel der Landesregierung ist es, die Schülerinnen und Schüler mit Kenntnissen zur Wirtschaftsordnung und Aspekten der Verbraucherbildung auf eine selbstbestimmte Lebensgestaltung und einen erfolgreichen Berufseinstieg vorzubereiten. 

Inhaltsfelder 

  • Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie 
  • Wirtschaftliches Handeln in der marktwirtschaftlichen Ordnung 
  • Nachhaltige Entwicklung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft 
  • Identität und Lebensgestaltung 
  • Medien und Information in der digitalisierten Welt 
  • Unternehmen und Gewerkschaften in der Sozialen Marktwirtschaft 
  • Soziale Sicherung in Deutschland 
  • Handeln als Verbraucherinnen und Verbraucher 
  • Die Europäische Union als wirtschaftliche und politische Gemeinschaft 
  • Globalisierte Strukturen und Prozesse in der Wirtschaft und in der Politik  

Sozialwissenschaften (Sekundarstufe II) 

Insbesondere die Fächer des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes tragen im Rahmen der Entwicklung von Gestaltungskompetenz zur kritischen Reflexion geschlechter- und kulturstereotyper Zuordnungen, zur Werteerziehung, zur Empathie und Solidarität, zum Aufbau sozialer Verantwortung, zur Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft, zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen, auch für kommende Generationen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung, und zur kulturellen Mitgestaltung bei. 

Dazu entwickeln die Schülerinnen und Schüler eine umfassende sozialwissenschaftliche Kompetenz. Demokratie wird dabei im Verständnis des Grundgesetzes zugleich als Lebens-, Gesellschafts-, Wirtschafts- und Regierungsform verstanden. Sowohl die Erhaltung als auch Erneuerung der Demokratie sind auf allen Ebenen Gegenstände der kritischen Auseinandersetzung. 

In der Einführungsphase (EF) knüpft der Unterricht an die in der Sekundarstufe I gewonnenen sozialwissenschaftlichen Kompetenzen an und vermittelt zentrale fachspezifische Zugänge der drei Fachdisziplinen zu den sozialen, ökonomischen und politischen Lebenswelten der Schüler: innen. 

Der Leistungskurs und die Grundkurse bearbeiten in der Qualifikationsphase (Q1/Q2) bedeutsame Inhalte und bilden die Grundlage für den Erwerb der zentralen Sach-, Urteils-, Methoden- und Handlungskompetenzen der sozialwissenschaftlichen Bildung. 

Inhalte

Q1.1 Wirtschaftspolitik  

  • Konjunktur-und Wachstumsschwankungen
  • Legitimation staatlichen Handelns im Bereich der Wirtschaftspolitik 
  • Zielgrößen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland 
  • Qualitatives Wachstum und nachhaltige Entwicklung 
  • Wirtschaftspolitische Konzeptionen (Auseinandersetzungen über den Umgang mit Staatsverschuldung) 
  • Bereiche und Instrumente der Wirtschaftspolitik 
  • Europäische Wirtschafts- und Währungsunion sowie europäische Geldpolitik (LK) 

Q1.2 Strukturen sozialer Ungleichheit, sozialer Wandel, soziale Sicherung 

  • Erscheinungsformen und Auswirkungen sozialer Ungleichheit 
  • Sozialer Wandel (GK)/ Wandel gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strukturen (LK) 
  • Modelle und Theorien gesellschaftlicher Ungleichheit: Schichten-, Lagen- und Milieumodelle 
  • Sozialstaatliches Handeln 

Q2.1 Europäische Union 

  • Historische Entwicklung der EU als wirtschaftliche und politische Union 
  • EU-Normen, Interventions- und Regulationsmechanismen sowie Institutionen 
  • Europäischer Binnenmarkt 
  • Europäische Integrationsmodelle (Föderalismus, Intergouvernementalismus, Funktionalismus) 
  • Strategien und Maßnahmen europäischer Krisenbewältigung 
  • Europäische Währung und europäische Integration (LK) 

Q2.2. Globale Strukturen und Prozesse 

  • Internationale Friedens- und Sicherheitspolitik (NATO) 
  • UN: Konfliktbewältigung und Friedenssicherung 
  • Internationale Bedeutung von Menschenrechten und Demokratie 
  • Merkmale, Dimensionen und Auswirkungen von Globalisierung 
  • Internationale Wirtschaftsbeziehungen: Freihandel und Protektionismus 
  • Global Governance (LK) 
  • Wirtschaftsstandort Deutschland

Der Beutelsbacher Konsens 

Bei der Behandlung von politischen, religiösen, weltanschaulichen oder ähnlichen Themen im Unterricht bietet der sogenannte „Beutelsbacher Konsens“ eine Leitlinie. 

Der Beutelsbacher Konsens beinhaltet drei Prinzipien: das Überwältigungsverbot, das Kontroversitätsgebot und die Lernenden-Orientierung. 

Das Überwältigungsverbot oder Indoktrinationsverbot untersagt Lehrkräften, Lernende „im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der ‚Gewinnung eines selbständigen Urteils‘ zu hindern“; vielmehr sollen sich die Lernenden eine eigene Meinung bilden können. Lernende dürfen nie das Gefühl bekommen, es wäre in Bezug auf Beurteilung schädlich, eine eigene Meinung zu vertreten. 

Damit Lernende eine eigene Meinung entwickeln können, fordert das Kontroversitätsgebot – auch Gebot der Ausgewogenheit genannt – von Lehrkräften: „Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen.“ In Bezug auf politische Kontroversen bedeutet dies, dass unterschiedliche Haltungen zu einem bestimmten politischen Thema im Unterricht ausgewogen nebeneinanderstehen müssen. 

Wichtig ist auch hier, dass Haltungen, die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstoßen, als solche benannt werden und der Verstoß altersangemessen erläutert bzw. dargestellt wird. 

Die Konsequenz aus dem Überwältigungsverbot und dem Kontroversitätsgebot ist, dass der Lernende „in die Lage versetzt werden [muss], eine politische Situation und seine eigene Interessenlage zu analysieren, sowie nach Mitteln und Wegen zu suchen, die vorgefundene politische Lage im Sinne seiner Interessen zu beeinflussen.“ 

Neutralität und Unparteilichkeit in der Schule